Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, hat im Blog des Schweizerischen Wissenschaftsrats SWR die drei grössten Herausforderungen, die das Schweizer Bildungssystem in den nächsten 10 Jahren adressieren muss, ausgeführt.
Die Schweiz behauptet sich im internationalen Vergleich dank einer niedrigen Arbeitslosenquote und einem starken Fachkräftesystem. Die duale Berufsbildung, die praxisnahe Kompetenzen vermittelt und so die Bedürfnisse der Wirtschaft deckt, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Damit dieses System zukunftsfähig bleibt, muss seine gesellschaftliche Anerkennung, Attraktivität für Jugendliche und Investitionsbereitschaft der Wirtschaft erhalten werden. Zudem sind Weiterentwicklung der Curricula und die Integration von KI-Kompetenzen entscheidend.
Das Bildungssystem soll hohe Qualität und Durchlässigkeit verbinden. Neue Bildungswege sind willkommen, müssen aber auf Eignung, Leistung und klare Profile abgestimmt bleiben – Selektion bleibt notwendig.
Die Hochschulen sollen ihre unterschiedlichen Profile – universitäre, fachhochschulische und pädagogische – weiterentwickeln und Synergien nutzen, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Sie stehen vor Herausforderungen wie Digitalisierung, KI, finanzieller Nachhaltigkeit und geopolitischen Spannungen, sollen aber weiterhin Exzellenz, Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung sichern.
Förderinstitutionen wie SNF und Innosuisse tragen durch wettbewerbsbasierte Mittelvergabe wesentlich zur Profilbildung und Exzellenz bei.
Insgesamt erfordert die Weiterentwicklung des Schweizer Bildungssystems ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Kantonen und Sozialpartnern, um Qualität, Anpassungsfähigkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu gewährleisten.