Nach wie vor hängt der Bildungserfolg von Kindern in der Schweiz stark davon ab, welchen Bildungsabschluss ihre Eltern haben – trotz allgemein gestiegener Bildungsniveaus und vieler sozialer Aufstiege über Generationen hinweg.

Gemäss der Studie von Rolf Becker, Direktor der Abteilung Bildungssoziologie am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Bern, haben Kinder von Eltern mit einem tertiären Abschluss doppelt so gute Chancen, selbst einen Hochschulabschluss zu erlangen, als Kinder, deren Eltern keine Tertiärbildung haben. Dabei wurden individuelle Leistungsunterschiede und regionale Unterschiede im Bildungsangebot bereits berücksichtigt. Die Studie betrachtete zum internationalen Vergleich die Kohorten von 2011 bis 2019.

Ausserdem zeigt die Studie: Die Chancenungleichheit beim Hochschulstudium ist im Laufe der Zeit stärker zurückgegangen als jene in der beruflichen Weiterbildung auf Tertiärstufe (z. B. höhere Fachschulen oder Berufsprüfungen).

Fazit: In der Schweiz gibt es eine ausgeprägte intergenerationale Reproduktion der Gruppen mit hohem Bildungsniveau.

Die Studie erschien kürzlich im Swiss Journal of Sociology und kann online abgerufen werden: DOI: https://doi.org/10.26034/cm.sjs.2025.6050