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Studienfachwechsel im Bologna-System
20. November 2016

Eine Analyse der universitären Hochschulen der Schweiz (Andrea Diem, SKBF Staff Paper 17)

Abstract- Die vorliegende Studie liefert eine Bestandsaufnahme zu Studienfachwechseln an universitären Hochschu­ len auf Bachelorstufe. Datengrundlage für die Analysen bilden Administrativdaten. Die Auswertungen zei­ gen, dass im Durchschnitt rund jede(r) fünfte Studierende mindestens einmal im Verlauf des Bachelorstu­ diums den Fachbereich wechselt. Die Mehrheit der Wechsel erfolgt vor dem zweiten Studienjahr. Die Muster der Fachbereichswechsel unterscheiden sich jedoch deutlich nach Fachbereich. Die Untersuchungen zum Wechselrisiko zeigen, dass Personen, die das Studium mit einer zeitlichen Verzögerung beginnen, ein mit dem Studienfach verwandtes Maturitätsprofil aufweisen oder aus einem Kanton mit tiefer Maturitäts­ quote stammen, ein geringeres Wechselrisiko aufweisen als Personen, die das Studium ohne Verzögerung ergreifen, ein mit dem Studium wenig verwandtes Maturitätsprofil aufweisen oder aus einem Kanton mit hoher Maturitätsquote stammen. Studierende in einem geschlechtsuntypischen Studienfach weisen zu­ dem ein höheres Wechselrisiko auf als Studierende in einem geschlechtstypischen Studienfach. Die Stu­dienwechsel führen zu einer Verlängerung des Studiums von rund einem Jahr und gehen mit einem deutlich höheren Studienabbruchsrisiko einher. 

//SKBF